RTI Record Technology Incorporated

Record Technology, auch bekannt als RTI Record Technology Inc. oder häufiger RTI, ist ein renommiertes Presswerk für Vinyl-Schallplatten und CDs in Camarillo, Kalifornien. Seit 1974 werden dort 12” Schallplatten hergestellt. Zum Angebot gehört auch der Lackschnitt sowie alle weiteren Stufen der Werkzeugerstellung für Schallplattenpressen. Zum Portfolio zählen ferner das Verpacken und weltweite Versenden von Tonträgern.

RTI besitzt einen guten Ruf für sehr gute Fertigungsqualität sowie Qualitätskontrolle bei der Herstellung von Tonträgern. Die audiophilen LPs von Mobile Fidelity Sound Lab werden beispielsweise dort gepresst.

Das aktuelle Logo von RTI.
Das frühere Logo von RTI wirkt heute herrlich retro-futuristisch.
Das frühere Logo von RTI wirkt heute herrlich retro-futuristisch.

Von 1995 bis 2010 gehörte zudem das Schneidestudio AcousTech Mastering zur selben Firmengruppe und befand sich auf demselben Firmengelände.

Wie erkennt man Pressungen von RTI?

RTI-Pressungen lassen sich an folgendem Schema der Infos in der Auslaufrille oder Deadwax von Schallplatten erkennen:
Side A: xxxxx (2) or (3)
Side B: xxxxx (2) or (3)

Jüngere Pressungen zeigen dieses Schema:

Side A: xxxxx.1 (1) or (2) or (3)
Side B: xxxxx.2 (1) or (2) or (3)

Welche Fertigungsprozesse gibt es bei RTI?

Einstufiger (oben) und dreistufiger Prozess bei der Herstellung von Schallplatten bei RTI. (Copyright: MFSL)
Einstufiger (oben) und dreistufiger Prozess bei der Herstellung von Schallplatten. (Copyright: MFSL)

(1), (2) und (3) zeigen die unterschiedlichen Herstellungsprozesse an:

Beim dreistufigen-Prozess (3) wird der Lackschnitt verwendet, um negative „Väter“, sowie positive „Mütter“ zu erzeugen, aus denen schließlich der finale Stempel für die Plattenpressung generiert wird

Für den zweistufigen Prozess (2) werden ebenfalls ein negativer „Vater“ und eine positive „Mutter“ hergestellt. Anschließend dient jedoch der „Vater“ als Pressstempel. Dieses Verfahren eignet sich nur für kleine Auflagen. Falls weitere „Väter“ benötigt werden, lassen sich diese aus der „Mutter“ erzeugen.

Beim einstufigen Prozess (1), englisch One Step, wird aus dem Lackschnitt ein negativer „Vater“ produziert, der direkt als Pressstempel verwendet wird (ohne Umweg über die „Mutter“. In diesem Verfahren werden beispielsweise die Ultradisc One-Step Veröffentlichungen von Mobile Fidelity Sound Lab, oder die 1step-Serie von Impex Records hergestellt. Das Weglassen von zwei Generationen an Kopien erhöht die Soundqualität. Mit dem relativ weichen Material der „Väter“ lassen sich aber nur wenige Kopien pressen, was zu erhöhten Fertigungskosten führt.

Weitere Indentifikationsmerkmale der Pressstempel für RTI-Pressungen sind ein oder zwei Kreuze mit Punkten
( ꔰ [unicode symbol], + oder ++), die auf eine Pressung von RTI hindeuten.

18 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert